Vaterschaft praktisch erwiesen – Was bedeutet das?

Ein Kind trägt je ein Merkmal von der Mutter und eines vom Vater. Merkmale des Kindes, die nicht bei der Kindesmutter vorliegen, müssen vom Putativvater (möglicher Vater) stammen. Zeigt das Profil des Putativvaters alle geforderten väterlichen Merkmale des Kindes, kann er nicht von der Vaterschaft ausgeschlossen werden. Die Vaterschaftswahrscheinlichkeit wird in der biostatistischen Bewertung ermittelt. Die mögliche Vaterschaftswahrscheinlichkeit beträgt mindestens 99,99%, was dem verbalen Prädikat „Vaterschaft praktisch erwiesen“ entspricht. Dabei wird vorausgesetzt, dass kein männlicher Verwandter des getesteten Mannes als Kindesvater in Frage kommt.

Siehe Abbildung:

Beispiel eines klassischen Terzettes (KM, KD und PV) in drei Systemen.
Die eingekreisten Peaks zeigen die von den Eltern auf das Kind vererbten Merkmale.